Lokaler Onlinehandel

Lokale Online-Marktplätze versuchen, beide Welten zu verbinden – den Einkauf im Internet und in der City. Sie bauen eine Plattform, auf der sich die Händler einer Stadt zusammenschließen und großen Online-Anbietern wie Amazon, Ebay oder Zalando die Stirn bieten können.

Wuppertal ist die Pionier-Stadt der Bewegung und seit gut einem Jahr online. Mönchengladbach folgte im September, Göppingen im Oktober. Wolfenbüttel und Attendorn sind dabei, Heilbronn steht als nächster Ort auf der Liste. In der 120.000-Einwohner-Stadt soll im April 2016 ein Online-Marktplatz „Mein-Heilbronn-Shop“ ans Netz gehen.

Die Erwartungen sind hoch. „Bei uns herrscht Aufbruchstimmung, fast Euphorie“, sagt Thomas Gauß, Sportartikelhändler und Vorsitzender der Stadtinitiative.

45.000 Händler vor dem Aus

Der Druck ist überall gewaltig. In diesem Jahr wird der E-Commerce laut Handelsverband Deutschland fast 42 Milliarden Euro einnehmen. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) geht davon aus, dass die Online-Kanäle ihren Marktanteil in den nächsten zehn Jahren nochmals verdoppeln.